Michael Perthu - ein Bergsteiger mit MS.


"Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!" Zitiert und bewiesen durch Michael Perthu. Er ist 42 Jahre alt und arbeitete Vormals als internationales Fotomodell in New York, London, Paris und Mailand. Vor einigen Jahren hatte er die Idee zu zwei sehr unterschiedlichen Produkten, die hinsichtlich Gestaltung und Funktion einzigartig sind und denen als Welt-Neuheiten international gute Absatzchancen eingeräumt wurden.
Aus diesem Grunde gründete er zwei Gesellschaften: Bodyshower (www.bodyshower.com), die mobile Duschen herstellt und Union Medico (www.unionmedico.com), die Injektionssysteme entwickelt, damit Injektionen sicherer und bequemer vorgenommen werden können und die Nadelangst geringer wird.

Michael Perthu ist nicht nur ein großer Praktiker, sondern auch besonders ausdauernd. Er arbeitet zielgerichtet auf den Erfolg hin, getreu seinem Wahlspruch: "Es sind nur deine eigenen Grenzen, die dich vom Erreichen deiner Ziele abhalten." Dieser Wille war es, der dazu beitrug, die beiden Gesellschaften zu gründen, und der damit den Lebensstil von Michael Perthu beeinflusst hat. Er hatte immer schon Interesse am Klettern und Bergsteigen, aber dass er es immer noch schafft, auf steilen Felsen zu klettern, ist dem Umstand zu verdanken, dass dieser Mann fest an den Wahlspruch "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!" glaubt.
Tollkühn werden viele Leute denken, aber es ist sowohl eine Frage der Lebenseinstellung, als auch der Fähigkeit, schnelle Entscheidungen unter extremen Bedingungen zu treffen.

"Meine Finger zitterten ein wenig, als wir mit dem Aufstieg begannen." Michael spürte irgendwie, dass etwas passieren würde, aber er hatte nicht die geringste Ahnung, dass das ein Anfall war. Im Jahr zuvor hatte Michael Probleme mit dem Sehen und war zeitweise blind, aber dieses Leiden war bis dato nicht diagnostiziert worden.
Jetzt aber hing er in einer steilen Eiswand, mit einem Eispickel in jeder Hand und 200 m vom Gipfel entfernt. "Es war nicht gerade ein geeigneter Zeitpunkt für einen Anfall, der sich auf meine Arme erstreckte. Man kennt das Gefühl, wenn dein Körper zu versagen beginnt."


Michael Perthu am Fuße des Berges (1998)

Michael fährt fort: "Zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht, was mit mir los war, und ich dachte, dass die dieses Unbehagen auslösenden Symptome durch die Höhenkrankheit verursacht worden wären.
Überleben! - das Wort schoss mir durch den Kopf - und war alles, worauf ich mich konzentrierte, zumal andere, tiefer steigende Bergsteiger damit begannen, sich vor Erschöpfung und weil sich ein Sturm zusammenbraute, in den Schnee einzugraben. Sie wurden später tot aufgefunden, aber wir schafften es, den Gipfel zu erreichen und sicher abzusteigen.
In diesem Moment begriff ich, dass das unbehagliche Gefühl nicht durch Höhenkrankheit verursacht sein konnte und fühlte sehr stark, dass etwas mit meinen Armen nicht in Ordnung war. Beim Abstieg vom Gipfel gab ich mich diesen Gedanken nicht weiter hin, weil es ja nur darum ging, irgendwie heile herunterzukommen."

"Kurz danach wurde bei mir MS diagnostiziert, und ich begann die Behandlung mit Interferon beta. Mit diesem Medikament ist es mir möglich, fast so weiterzumachen wie in der Zeit vor der Diagnose."
© Copyright 2002, Michael Perthu


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