Anerkennen und akzeptieren, dass sich das tägliche Leben total verändert hat!
Das Problem bestand drin, dass der Anfall meine Arme in Mitleidenschaft gezogen hatte, weshalb ich nicht in der Lage war, mir selber Spritzen zu verabreichen. Ich lebte alleine, meine Familie war weit weg und man kann nicht ständig eine Freundin fragen: "Kannst du eben mal rüber kommen und mir eine Spritze geben .?" Mein erster Injektor war ein Staubsaugerrohr. Das ging zwar eine Weile, war aber nicht besonders praktisch, insbesondere, wenn man - wie ich - viel reist.
Konkret kann man Folgendes tun: Man nehme ein ½ m langes Rohr mit passendem Durchmesser, wobei sich das Rohr von Ihrem Staubsauger vermutlich eignet.
Nehmen Sie dann die Spritze und wickeln Sie Klebeband um den unteren Teil, aber nicht zu viel, weil sie ja ins Rohr passen muss. Halten Sie das Rohr in einem 90° Winkel auf die Mitte Ihres Oberschenkelmuskels. Ich empfehle, Injektionen nur am Oberschenkel vorzunehmen! Führen Sie die Spritze dann ans obere Ende des Rohrs, wobei Sie das Ganze gerade halten. Halten Sie den Atem an, lassen Sie die Spritze los, worauf sie das Rohr hinuntergleitet und - hoppla - in Ihrem Schenkel landet.
Eines der Probleme bei dieser Lösung war, dass ich bei der Zollabfertigung oftmals angehalten wurde - wegen des Pieptons des Metalldetektors.
Ärzte und Krankenschwestern empfehlen diese Lösung jedenfalls nicht!
"Es war wirklich an der Zeit, einen Injektor zu entwickeln, der etwas einfacher im Gebrauch war."
© Copyright 2002, Michael Perthu
zurück